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Alternative zur Eigentumswohnung

September 2020

Wealthcap bringt Immobilienfonds für Anleger ab 50.000 Euro

Was macht der halbwegs vermögende Anleger mit 50.000 Euro? Hypothek aufnehmen und in eine vermietete Eigentumswohnung stecken? Kann er machen – falls er noch einen Kredit bekommt. Vielleicht ist er ja schon zu alt. Kann er machen – wenn er auf dem Preis-Peak einsteigen will. Kann er machen – wenn er sich mit Mietern und Verwaltung herumärgern will. Kann er machen – wenn er auf Diversifikation verzichtet. Oder er wählt eine komplett andere Form der Immobilien-Investition.

Für Investoren mit höherem Anlagebedarf ab 50.000 Euro bietet Wealthcap einen neuen AIF an. Mit dem „Fondsportfolio Immobilien International I“ verteilen sie ihren Einsatz auf von Wealthcap ausgewählte Direktinvestitionen und Zielfonds, die ihrerseits in eine Vielzahl von Immobilien investieren.

Konzept: Mit dieser Konzeption mixt Wealthcap eher als sicher angesehene Investitionen in Core- und Core-plus-Objekte mit vergleichsweise riskanteren Immobilienfinanzierungen. Dem entsprechend rechnet der Anbieter bei den Direktinvestitionen mit Renditen von zwei bis vier Prozent und erwartet mehr als fünf Prozent aus den Value-add-Zielfonds mit Wertsteigerungs-Ansatz. Maßnahmen dazu können die Erweiterung von Gebäuden sein, ihre Umwidmung zum Beispiel von Büroimmobilien in Wohnanlagen oder Hotels, umfangreiche Modernisierungen auch unter energetischen Kriterien und dadurch die Verbesserung der Mietsituation, mit dem Ziel, höhere Einnahmen zu generieren. Direkt will der AIF ausschließlich in Deutschland Immobilien erwerben und davon auch höchstens fünf. Die Zeichnung von sechs bis zehn Zielfonds mit internationalen Investitionen soll die Diversifikation auf bis zu 100 Objekte erweitern.

Beispielhafte Investitionen in London und Helsinki

Beispiele: Das Angebot ist als Blind-Pool konzipiert. Beispielhaft nennt Wealthcap in seinen Verkaufsunterlagen zwei Investitionen aus den angestrebten Zielfonds: Im vergangenen Jahr hat der Fonds „Hines European Value Fund“ das „Oxbourne House“ in der Londoner Oxford Street gekauft. Das Objekt bietet 465 Quadratmeter Verkaufsfläche und elf Apartments. Seitdem ist es dem Zielfonds gelungen, die möblierten Wohnungen über einen Zeitraum von 15 Jahren an Portland Brown zu vermieten. Derzeit suchen Colliers und Savills Mieter für Einzelhandelsflächen.

Abgeschlossen ist die Investition in die Immobilie „St. George“ in Helsinki. Im Jahr 2015 vom Fonds „CapMan Nordic Real Estate I“ erworben, wurde die Neuentwicklung in ein Hotel mit dem Betreiber Kämp Collection Hotels bereits abgeschlossen und das Objekt im Jahr 2018 wieder verkauft.

Platzierungsgarantie über 35 Millionen Euro

Kalkulation: Verlaufen die künftigen Investitionen wie geplant, dürfen Anleger eine Rendite von sieben Prozent vor Steuern erwarten. Wealthcap rechnet in seiner Prognose mit einer Gesamtausschüttung von 146 Prozent vor Steuern – also ein Plus von 40 Prozent über einen Zeitraum bis Ende 2033. Das geplante Ergebnis erklärt sich aus den Einzahlungsmodalitäten: Zeichner zahlen zunächst 45 Prozent ihres Einsatzes ein und den Rest jeweils nach Aufforderung, wenn der AIF Investitionsmöglichkeiten identifiziert hat. Mit einer Platzierungsgarantie über 35 Millionen Euro Wealthcap sicher, dass der Fonds auch tatsächlich aufgelegt wird und nicht rückabgewickelt werden muss. Dabei handelt es sich um einen reinen Eigenkapitalfonds. Die Zielfonds hebeln ihre Investments allerdings in der Regel mit Fremdkapital, und auch bei den Direktinvestitionen nutzen die Entwickler die günstigen Zinsen der Hypothekenbanken.

Kosten: Das Agio liegt bei diesem Angebot bei sechs Prozent. Hinzu kommen weitere 1,5 Prozent an Initialkosten. Mit insgesamt 7,5 Prozent ist das Angebot vergleichsweise schmal gerechnet – mehr würden Anleger bei Tickets ab 50.000 Euro wohl auch kaum akzeptieren. Jährlich fallen 2,25 Prozent des Nettoinventarwertes an, davon 1,3 Prozent auf Ebene der Zielfonds. Die Hurdle-Rate liegt bei einer Verzinsung von 7,5 Prozent. Läuft es besser, bekommt Wealthcap 15 Prozent weiterer Überschüsse.

Anbieter: Mit 9,5 Milliarden Euro verwaltetem Kapital zählt Wealthcap zu den erfahrenen Anbietern für Sachwerteanlagen. Die 100-prozentige Tochter der UniCredit Bank konzipiert Angebote für Instis und private Kapitalanleger mit Investitionen in Immobilien, Private Equity und Infrastruktur.

Steuern: Anleger erzielen bei diesem Immobilienfonds Einkünfte aus Kapitalvermögen und nicht, wie bei Bestandsfonds üblich, aus Vermietung und Verpachtung.

Meiner Meinung nach… Alternative für Käufer von vermieteten Eigentumswohnungen. Mit dem aktuellen Wealthcap-Fonds setzen Zeichner mindestens 50.000 Euro ein, die der Anbieter für den Kauf von Gewerbeimmobilien einsetzt. Entweder über Direktinvestitionen oder aber für die Zeichnung von Anteilen institutioneller Zielfonds. Die angestrebte Zahl von 100 Objekten sollte zur Diversifikation genügen. Allerdings geben die Anleger die Kontrolle völlig aus der Hand, denn die Entscheidungsgewalt liegt alleine bei Wealthcap. Außerdem wird das Kapital nicht auf einen Schlag vermögensvermehrend investiert, sondern je nach Bedarf.

Hier sehen Sie den Einblick von Markus Gotzi als Video.

Herzlich, Ihr
Markus Gotzi

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