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Solvium – Wechselkoffer Euro Select 7

September 2019

Lieber Leser,

Sie erwarten an dieser Stelle Kommentare zu den Entwicklungen auf dem Markt für Sachwerte. Beginnend mit diesem Artikel weiten wir die Blog-Beiträge um Analysen konkreter aktueller Angebote aus. Das können Alternative Investment Fonds (AIF) sein, Modelle nach dem Vermögensanlagengesetz oder Direktinvestitionen. Im Fokus steht stets die subjektive Einschätzung auf Basis objektiv nachvollziehbarer Fakten.

Die Container-Luftnummer P&R hat auf dem Markt der Sachwertebeteiligungen Scherben hinterlassen. Private Kapitalanleger verlieren wohl bis zu drei Milliarden Euro, weil sie Stahlboxen kauften, die es gar nicht gab. Doch auch wenn neue Regularien und Kontrollen so etwas künftig verhindern sollen, so belastet der Betrug das Geschäft anderer Container-Verkäufer mit tadelloser Bilanz. Anbieter Solvium setzt weiterhin auf das Segment und bietet als Direktinvestment das Produkt „Wechselkoffer Euro Select 7“ an. Denn die grundsätzlichen Rahmenbedingungen stimmen weiterhin optimistisch.

Objekte: Die Anleger des Solvium-Angebots kaufen Wechselkoffer, die höchstens 18 Monate alt sein dürfen. Wechselkoffer sind spezielle Container mit Stützbeinen, die ohne zusätzliche Hilfsmittel auf LKW und Bahnwaggons geladen und transportiert werden können. Die Vorteile gegenüber den üblichen 20-Fuß-Containern bestehen in der auf Paletten abgestimmten Innenbreite und den flexibleren Möglichkeiten in den Abmessungen. Die Hersteller werben mit leichter Reinigung, minimalem Wartungsbedarf, einer hohen Verfügbarkeit und langer Lebensdauer. Der Kaufpreis liegt bei 10.850 Euro. Bis zum 30. September räumt Solvium seinen Kunden einen Nachlass von 65 Euro ein.

Markt: Anders als bei den Schiffen hat sich der Containermarkt schneller erholt. So wurden 2018 rund 1,65 Milliarden Tonnen und damit 4,7 Prozent mehr Waren als 2017 in den Containern transportiert. Weltweit wurden 811 Millionen TEU umgeschlagen, wobei TEU für Twenty Foot Equivalent steht und die Standardgröße für Container definiert. Das ist ein Plus von vier bis fünf Prozent gegenüber 2017. Durch die hohe Nachfrage nach Transportkapazitäten waren die Containerflotten der Leasinggesellschaften im vergangenen Jahr voll ausgelastet. Speditionen, Umzugsunternehmen und Industriezulieferer nutzen die Wechselkoffer ebenso wie die Logistikunternehmen der KEP-Branche (Kurier-, Express- und Paket). Zu den bekanntesten zählen DHL, Hermes und DPD.

Die „KEP-Studie 2018“ des Bundesverbands Paket- und Expresslogistik (BIEK) weist für 2017 einen Gesamtumsatz von 19,4 Milliarden Euro aus. Grund dafür ist nach Aussagen des Verbands vor allem der zunehmende Online-Handel. Für das laufende Jahr rechnet BIEK mit einem Zuwachs des Sendungsvolumens von 5,5 Prozent.

Kalkulation: Die Käufer der Wechselkoffer vermieten die Container für 60 Monate an Solvium und kassieren dafür monatlich 106,25 Euro, die zwölf mal im Jahr überwiesen werden. Das bedeutet eine Verzinsung von 11,75 Prozent. Nach 60 Monaten kauft Solvium die Stahlboxen zurück und zahlt 6.400 Euro dafür – 59 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises. Inklusive der geleisteten Mietzahlungen ergibt das eine Rendite von 4,4 Prozent. Solvium selbst vermietet die Wechselkoffer an die Endkunden und profitiert von der Differenz.

Sonderkündigungsrecht: Nimmt der Käufer das Sonderkündigungsrecht wahr, kann er die Stahlboxen nach drei Jahren ohne Angaben von Gründen mit einer Frist von sechs Monaten zum Preis von knapp 80 Prozent zurückgeben. In diesem Fall reduziert sich die Rendite auf 2,2 Prozent.

Kosten: Solvium kalkuliert bei dem Modell mit einem Gesamtvolumen von 16,25 Millionen Euro. In die Investitionsobjekte fließen dabei rund 14,9 Millionen Euro. Die Emissionskosten summieren sich auf rund 1,38 Millionen Euro und damit auf 8,5 Prozent des Gesamtvolumens. Hinzu kommt ein Agio in Höhe von zwei Prozent. Wird die Mietlaufzeit um zwei bis vier Jahre verlängert, fallen zusätzlich fünf Prozent bezogen auf den Kaufpreis an. Unter dem Strich ergibt das 15,5 Prozent des eingezahlten Kapitals.

Steuern: Anleger erzielen Einkünfte aus Kapitalvermögen, die der Abgeltungssteuer unterliegen.

Anbieter: Solvium betreut seit seiner Gründung im Jahr 2011 rund 10.000 Kunden und hat 200 Millionen Euro Anlegerkapital investiert. Alle Zahlungen wur- den pünktlich geleistet. Geschäftsführer sind Marc Schumann und André Wreth.

Meiner Meinung nach… Direktinvestition in spezielle Transport-Container. Wechselkoffer mit Stützbeinen können flexibler eingesetzt werden als Standardcontainer. Anleger kaufen die bis zu 18 Monate alten Stahlboxen zu einem festen Preis und erhalten 60 Monate lang eine fixe Miete. Im Anschluss daran kauft der Initiator die Stahlboxen zurück. Auch dieser Preis ist bereits festgelegt, so dass Solvium bereits jetzt eine Rendite mit Nachkommstellen nennen kann. Voraussetzung ist, dass der Anbieter dauerhaft die vereinbarte Miete und nach fünf Jahren den versprochenen Kaufpreis zahlen kann. Das gelingt, so- lange Solvium selbst in der Lage ist, nachhaltig zahlungskräftige Endkunden zu finden. Anleger spekulieren also auf eine anhaltend starke Weltwirtschaft und einen steigenden Online-Handel mit hohem Bedarf an Kurier- und Expressdiensten.

Herzlich, Ihr
Markus Gotzi

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