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Geschlossene Containerfonds: Investition in den Welthandel

Die Anlageklasse Containerfonds umfasst geschlossene Fonds, die in Container investieren. Die Fondsgesellschaft erwirbt Container, die dann an Reedereien oder Leasinggesellschaften vermietet werden.

Abbildung Containerfonds

Weltweit gibt es mehr als 30 Millionen
standardisierte TEU-Container.

Mit Containerfonds am Welthandel partizipieren

Container sind für den internationalen Handel unverzichtbar, sie bilden die Basis für den wachsenden weltweiten Güterverkehr. Seit den 1960er-Jahren werden Container in der Seeschifffahrt über eine ISO-Norm vereinheitlicht. Die gängigsten Varianten sind der 20-Fuß-Container (TEU) und der 40-Fuß-Container (FEU). An Land übernehmen Lkw und Güterzüge die Container, sodass eine lückenlose Transportkette ohne Aus- und Umladen entsteht.

Die Bedeutung der Container wächst

Die noch junge Assetklasse der geschlossenen Containerfonds entstand aufgrund der stetig steigenden internationalen Handelsströme. Anleger profitieren von der Globalisierung und dem damit verbundenen Warenverkehr. Rund 90 Prozent aller Waren werden heute in Containern transportiert. Wenn der Welthandel wächst, profitiert die Containerschifffahrt direkt, und ebenso steigt die Nachfrage nach Containern für den Transport der Güter. Berechnungen von Branchenexperten zeigen, dass sich seit der Jahrtausendwende die Anzahl der TEU-Container im Handel mehr als verdreifacht hat: Heute sind schätzungsweise 775 Millionen TEU-Container im globalen Einsatz.

Geschlossene Containerfonds für die mittelfristige Anlage

Das Leasing – also das Vermieten der Container über Containerleasinggesellschaften – ist weit verbreitet. Die Fondsgesellschaften stellen dafür die Container zur Verfügung. Ein geschlossener Containerfonds folgt dabei dem gleichen Lebenszyklus wie andere Sachwertinvestitionen auch, allerdings sind die Zyklen in der Regel kürzer als beispielsweise bei Schiffs- und Immobilienfonds.

Am Anfang des geschlossenen Containerfonds steht der Kauf der Container, die eine Lebensdauer von etwa zwölf bis 15 Jahren haben. Nach dem Kauf werden sie für eine feste Laufzeit vermietet, sodass Mieteinnahmen an die Gesellschaft fließen. Grundlage für die Mieteinnahmen bildet ein Leasingvertrag, der mit Laufzeiten von acht bis zehn Jahren für relativ kalkulierbare Einnahmen sorgt. Nach Ablauf der Mietdauer – und deutlich vor Ende der Lebensdauer eines Containers – verkauft die Fondsgesellschaft die gebrauchten Container und erzielt einen Verkaufserlös.

Rendite erzielen mit Containerfonds

Der wirtschaftliche Erfolg von geschlossenen Containerfonds basiert im Wesentlichen auf dem Leasingvertrag. Der Leasingvertrag macht Einnahmen besser kalkulierbar, da die Konditionen für einen längeren Zeitraum definiert werden. Wie die Bedingungen im Einzelnen ausfallen, hängt natürlich von der Entwicklung des Welthandels und der damit einhergehenden Nachfrage nach Transportkapazitäten ab. Geschlossene Containerfonds zeichnen sich durch eher mittelfristige Laufzeiten aus: Wenn Sie Anteile an geschlossenen Containerfonds kaufen, steht der Fondsgesellschaft das Geld für fünf bis zehn Jahre zur Verfügung.

Risiken der Anlage in geschlossene Containerfonds

Beteiligungen an geschlossenen Fonds sind grundsätzlich mit Risiken verbunden, daher sollten Anleger generell prüfen, ob diese Anlageform für sie die richtige ist. Die Investition in einen geschlossenen Fonds birgt beispielsweise das Risiko des Totalverlusts. Außerdem ist die Haftung bei dieser unternehmerischen Beteiligung eine andere als bei der Investition in Wertpapiere. Der Verkaufsprospekt enthält Risiken, die konkret das jeweilige Angebot betreffen. Auch Informationen über die Fondsgesellschaft sind für die Anlageentscheidung wichtig.

Einige der Risiken von Containerfonds:

  • Die Entwicklung im Containerhandel hängt stark von Konjunktur und Welthandel ab.
  • Die Mietpreise der Container schwanken.
  • Der Preis für gebrauchte Container schwankt.
  • Es gibt Währungsrisiken, da die Mieteinnahmen in Dollar abgerechnet werden.
  • Zinsrisiken entstehen, weil Container auch über Fremdkapital finanziert werden.

Vorteile der Containerfonds

Es gibt durchaus Aspekte, die dafürsprechen, Anteile an geschlossenen Containerfonds zu kaufen. Für die genaue Beurteilung eines Anlageobjekts sind jedoch immer die konkreten Bedingungen entscheidend, die im Verkaufsprospekt aufgeführt sind. Bei der Bewertung der Chancen sollten Investoren insbesondere die potenziellen Leasingpartner, die Historie und das Management der Fondsgesellschaft genau prüfen.

Nachfolgend einige der Chancen:

  • Der weltweite Containermarkt ist ein Wachstumsmarkt. Auch wenn einige Experten schwierige Zeiten für den Welthandel vorhersagen, ist der Gütertransport mit Containerschiffen in der globalisierten Welt unverzichtbar, selbst bei abkühlenden Wachstumsraten.
  • Container sind grundsätzlich gegen Diebstahl und Beschädigung versichert, wodurch sich das Anlegerrisiko vermindert.
  • Die Leasingverträge für Container haben eine relativ lange Laufzeit, sodass die Unsicherheit sinkt.
  • Die Fondslaufzeit ist kürzer als bei anderen Sachwertinvestitionen.
  • Vor allem bei ausländischen Fonds können Steuervorteile entstehen.
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